Dr. Goesta Schimanski
HNO Facharzt, Zentrum für Mittelohrchirurgie, Lünen, Deutschland

1983 wurde die HNO-Belegabteilung von Dr. Goesta Schimanski in Lünen-Brambauer gegründet. In den Jahren danach entwickelte sich das Zentrum für Mittelohrchirurgie (ZFM). 2007 ist Frau Dr. Esther Schimanski, Tochter von Dr. G. Schimanski in die HNO-Gemeinschaftspraxis eingetreten und hat das Spezialgebiet der Mittelohrchirurgie 2014 verantwortlich übernommen. Bis 2015 wurden mehr als 12.000 Patienten bei etwa 17.000 mikrochirurgischen Ohroperationen behandelt.

Um die Operationen mit ihrem Heilungserfolg auswerten zu können und damit eine Einschätzung und kritische Beurteilung der angewendeten Therapie und ihrer Qualität zu ermöglichen, wurde von Anfang an ein Ohrdokumentationsbuch mit den wichtigsten prä-und postoperativen Befundangaben geführt. Eine allgemeine Auswertung und besonders eine Analyse der Audiometriedaten war zu der Zeit nur sehr zeitaufwändig und fehlerbehaftet möglich. Ende der 1990-er Jahre wurde mit Hilfe von selbstentwickelten Masken auf der Basis von MS Access eine digitale Dokumentation aller Ohroperationen eingeführt. Damit war erstmals eine statistische Auswertung und Analyse nicht nur der Heilungsergebnisse im Vergleich zu den präoperativen Befunden, sondern auch der Audiometriedaten möglich. Die Übernahme der „Altdaten“ aus dem Ohroperationsbuch und dem Karteikartenpool der Praxis war damals eine sehr zeitraubende und aufwändige Arbeit gewesen.

Die Entscheidung das alte System zu verlassen und zu einer modernen HNO-Datenbank wie ENTstatistics zu wechseln hat sich in vielfacher Hinsicht bewährt:

  • Die Migration der umfangreichen Datenbank war wesentlich komfortabler, schneller und sicherer als in der Vergangenheit.
  • Die Struktur ist nicht starr. Ergänzungen können zu jeder Zeit integriert werden.
  • Das System kann zukünftigen Weiterentwicklungen der Medizin und der jeweiligen Vorstellung und Organisationsstruktur des Anwenders flexibel angepasst werden.
  • Abfragen und Auswertungen sind vor allem bei den Audiogrammdaten auf einer wissenschaftlich anerkannten Basis integriert.

So ist für uns als Belegärzte, die in der Regel nicht den Support von Statistik-/„Data-Mining“-Abteilungen wie z.B. bei (Universitäts-) Kliniken haben, ein Überblick über alle Details der Operationen und ihre Ergebnisse möglich. Damit sind wir in der Lage, Konsequenzen für zukünftige Therapiestrategien zum Wohle der Patienten zu ziehen und Qualitätsansprüchen gerecht zu werden.